
Werbeprodukte für "Straubing feiert gscheit"
Um die Initiative der Stadt Straubing bei den Bürgerinnen und Bürgern, den Gästen und den Gastronomen der Stadt bekannt zu machen, verteilte das Ordnungsamt an jede der rund 240 Straubinger Gaststätten Plakate, Tischaufsteller und Bierdeckel.

Bayerisches Fernsehen berichtet über "Straubing feiert gscheit"
In der Abendschau des Bayerischen Fernsehens am 03. August wurde über die Aktion der Stadt Straubing berichtet. Mit einem kurzen Beitrag klärt der Bayerische Rundfunk bayernweit über die Kampagne auf.
www.abendschau.de Mediathek vom 03.08.2010

Günter Reimann, Oberbürgermeister Markus Pannermayr und Martin Panten wollen sich mit der Aktion dafür einsetzen, dass die Innenstadt sowohl lebenswert als auch lebendig bleibt.
Pressekonferenz am 03. August 2010
"Draußen bitte staad sei"
Initiative "Straubing feiert gscheit" soll Bewohnern und Wirten gerecht werden
Ein Uhr morgens, die Innenstadtbewohner möchten schlafen. Vor den Türen der Kneipen steigen aber gerade dann Partylaune und Lärmpegel. Verstärkt wird dieses längst bekannte Problem durch das am Sonntag in Kraft getretene Nichtraucherschutzgesetz. Jetzt müssen auch Raucher vor die Tür gehen, um ihrem Laster zu frönen. Der Lärm wird vermutlich weiter ansteigen. Aus diesem Grund hat die Stadt die Kampagne "Straubing feiert gscheit. Draußen bitte staad sei" entwickelt und am Dienstag, 3. August, auf einer Pressekonferenz vorgestellt.
"Wir wollen, dass die Menschen in der Innenstadt feiern können, aber auch, dass diese als lebenswerter Wohnort erhalten bleibt", erklärte Oberbürgermeister Markus Pannermayr den Hintergrund der Aktion, die durch einen Anstoß von Stadtrat Hans Ritt entstanden ist. In den letzten Wochen seien vermehrt Beschwerden der Anwohner über Lärm, Verschmutzung und Vandalismus beim Ordnungsamt eingegangen und es sei zu befürchten, dass diese durch das verschärfte Rauchverbot noch zunehmen. Dennoch sei es wichtig, beide Seiten zu verstehen und zu versuchen, das Konfliktpotential zu minimieren.
50000 Bierdeckel und 400 Plakate
50000 Bierdeckel, 10000 Aufsteller und 400 Plakate haben das Amt für Öffentliche Ordnung und die Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH deshalb in Auftrag gegeben, um an die Vernunft von Gastronomen und Partyvolk zu appellieren. Diese werden ab heute in der Innenstadt, den rund 240 Gaststätten und den Schulen verteilt.
"Darauf zu sehen ist der Stadtturm, einmal mit einem Glas Prosecco in Feierlaune in einem Lokal, und einmal ganz ruhig im Freien, wo mitgeteilt wird: Draußen bitte staad sei!", erklärt Martin Panten, Abteilungsleiter Öffentliche Ordnung und Ausländerwesen.
Auch in Anbetracht des nahenden Volksfestes sei für den Start der Aktion jetzt der richtige Zeitpunkt, obwohl klar sei, dass durch die Initiative das Problem nicht gänzlich gelöst werden könne. Dennoch müsse man es mehr in das Bewusstsein der Menschen rücken. "Oft kann man einfach seine eigene Lautstärke nicht einschätzen, wenn man beschwingt und vielleicht auch etwas angeheitert aus einem Lokal ins Freie tritt", so der Oberbürgermeister. Das Plakat bewirke hoffentlich, dass man mehr darüber nachdenke, dass in der Innenstadt auch Menschen wohnen, die schlafen wollen.
"Es ist ein Appell der Stadt, auch beim Feiern das Hirn einzuschalten", bekräftigt Panten im Hinblick auf das Wortspiel "gscheit feiern". Die Interessen der Anwohner und Nachtschwärmer sollen so unter einen Hut gebracht werden. Auch für das Ordnungsamt sei dies ein neuer Ansatz, da man mit der Aktion präventiv tätig werde und nicht erst auf Geschehnisse reagiere.
Auch beim Feiern das Hirn einschalten
Martin Panten hofft, dass vor allem die Gastronomen mit ins Boot geholt werden können, damit alle an einem Strang ziehen. "In den letzten Wochen haben wir zahlreiche Gaststättenbetreiber über die Aktion informiert. Die Reaktionen darauf waren unterschiedlich", gibt er offen zu. Um "Straubing feiert gscheit" noch verständlicher zu machen, sucht der Abteilungsleiter in den nächsten Tagen das persönliche Gespräch mit den Wirten.
Das befürwortet auch Günter Reimann, Geschäftsführer der Ausstellungs- und Veranstaltungs GmbH, die sich an den Kosten der Initiative, die zwischen 2000 und 3000 Euro betragen, beteiligt. "Hier wird an das Problem positiv herangegangen und für beide Seiten Interesse gezeigt. Das wollen wir unterstützen", sagt er. Auf der Rückseite der Bierdeckel wird im Gegenzug Werbung für den Straubing-Scheck gemacht.-lin-
Quelle: "Straubinger Tagblatt" vom 04.08.2010